Häufige Fragen

Was sind eigentlich Pfadfinder? Wer hat sie gegründet ?
Die Pfadfinderbewegung wurde 1907 von Lord Robert Baden Powell in England gegründet. Er führte das erste Pfadfinderlager mit 21 Jungen auf Brownsea Island durch. Sein Buch „Scouting for Boys“, das 1908 erschien, war entscheidend für die Verbreitung der Idee.
Die Pfadfinderbewegung breitete sich schnell aus und wurde bald in verschiedene Altersstufen unterteilt, um altersgerechte Aktivitäten anzubieten. Heute gibt es weltweit Millionen von Pfadfindern und Pfadfinderinnen in verschiedenen Verbänden und Organisationen.
Die Idee, Kinder und Jugendliche in der Natur zusammenzubringen und ihnen durch Erlebnisse und praktische Erfahrungen wichtige Werte wie Verantwortung, Teamfähigkeit und Naturschutz zu vermitteln, ist bis heute ein zentrales Element der Pfadfinderarbeit. (Frei nach Google)
Und die Royal Rangers? Wie sind die entstanden?
Die Royal Rangers sind auf eine Initiative der Assemblies of God in Amerika entstanden. Mit dem Wunsch eine Jugendarbeit für Jungen zu starten, die lebhaft, begeisternd und auf die Bedürfnisse der Jungen zugeschnitten ist und gleichzeitig biblische Werte vermittelt, wurde die Arbeit der Royal Rangers 1962 unter Leitung von John Henry Barnes (Johnnie) begonnen.
Johnnie Barnes war bis dahin Jugendpastor in Texas. Mit der Einladung zur Assemblies-of-God-Zentrale zog er mit seiner Familie 1961 nach Springfield. Dort entwickelte er das Programm der Royal Rangers, entwarf das Emblem und die Kluft (Fahrtenhemd) als wichtiges Merkmal der Einheit.
Im September 1962 wurde die Arbeit offiziell gestartet, zunächst mit den beiden Altersgruppen „Pioneers“ (9–11-Jährige) und „Trailblazers“ (12–14-Jährige). Johnnie Barnes wurde als erster Nationalleiter eingesetzt. Das Programm wurde mit großer Begeisterung von den Jungen aufgenommen. Bereits 1966 konnte die Arbeit auch in Australien begonnen werden. Viele weitere Länder folgten.
(Aus: RR Bundesseite – Die Geschichte der RR)
Geschichte in Deutschland:
Nachdem die Royal Rangers sich in den USA und international immer weiterverbreiteten, wurden sie durch die Initiative des amerikanischen Pastors Paul Williscroft nach Deutschland gebracht. Er lud 1979 Johnnie Barnes nach Deutschland ein, um die Royal Rangers-Arbeit auf der Pastorenkonferenz des BFPs (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) vorzustellen.
Der Jugendpastor Hans Reimann begann daraufhin 1980 eine Projektgruppe der Royal Rangers in der Freien Christengemeinde Bremen, um die Arbeit kennenzulernen und auszuprobieren. Neben Jungengruppen entstand kurz darauf auch eine Mädchengruppe. Erster Bundesleiter wurde 1981 Pastor Richard Breite aus Bremen. So konnte dann die Royal Rangers-Arbeit offiziell vom 17.–20. September 1981 mit dem ersten „Trainingslager für Leiter“, dem NTC, beginnen. Mit bei dieser Gruppe waren neun Schweizer, die zu den Gründern der Royal Rangers-Arbeit in der Schweiz wurden.
Schon im Mai 1982 wurde in der Lüneburger Heide bei Schneverdingen das erste Pfingstcamp mit insgesamt 100 Teilnehmern durchgeführt. Auf dem „Jugendforum“ des BFPs in Hameln wurde vom 16.–20. Mai 1986 das erste „Bundescamp“ für Rangers ab dem 12. Lebensjahr durchgeführt. Von den etwa 12 teilnehmenden Stammposten waren rund 120 Rangers gekommen. Die Arbeit wuchs so schnell, dass bereits 1989 Deutschland in zwei Distrikte aufgeteilt wurde und 1993 konnte die Stammpostennummer 100 an Berlin 1 vergeben werden. Im Mai 1995, vor dem Eurocamp in Dänemark wurde Gerd Ersfeld aus Moers neuer Bundesleiter. Es folgten vier weitere Bundescamps: 1997, 2005, 2014 und 2022, letzteres mit unglaublichen 16.400 Teilnehmern. Aktueller Bundesleiter ist seit März 2008 Peter Lehmann. Inzwischen gibt es über 440 aktive Stammposten mit über 26.000 Pfadfindern. (Aus RR Webseite)
Sind die Ranger im Weltpfadfinderbund?
Kann mann nicht so einfach beantworten, zumal es mehrere Verbände gibt. Wir sind aber Mitglied im Jugendwerk bzw. Bundesjugendring. Und darüber gibt es eine Mitgliedschaft und eine Verbindung der Weltpfadfinderschaft via dem Ring deutsche Pfadfinderverbände. Dir Grundpriznzipien sind bei allen Pfadfindern gleich. Je nach ausrichtung ist die Betonung und Umsetzung jedoch verschieden.
Wie auch immer, eigentlich sind die Royal Rangers an sich ja schon ein eigener Weltpfadfinderbund. Wer es ganz genau wissen wil, kann es geren mal beitragen und vorher ausgiebig studieren.
Viel wichtiger sind die Grundsätze von Baden-Powell die weltweit gelten:
- Gesetz und Versprechen
- Learning by doing (Zugucken, Selber machen, Verbessern, Meister)
- Zugehörigheit zu einer kleinen Gruppe , Sippe , Team
- Fortschreitende Programme die besgeistern zum zur aktiven Teilnahme anleiten sollen.
Wie sind die Royal Rangers organisiert?
Zum Einen ist jeder örtliche RR Stammposten einer örtlichen Kirchengemeinde zugeordnet, die zum einen den Stamm unterstützt zum anderen auch beaufsichtigt. Der RR Stamm ist stets ein Arbeitszweig der lokalen Kirchengemeinde.
Der Stamm wird durch einen Stammleiter und einen Stammwart unter Beigabe eines Stammhelfers geleitet und gliedert sich in mehrere Teams mit jeweiligem Teamleiter auf.
Bei einer erheblichen Stammgröße kann es mehrere Stammleiter/Stammwart geben, die dann Teilstämme unter einem Hauptstammleiter/Hauptstammwart leiten. Dies ist beispielsweise beim Stamm 553 Esslingen Stuttgart der Fall. Der Stamm hat gut 2000 Ranger.
Zum Anderen ist der Stamm ein Teil von Royal Rangers Deutschland. Wir sind in der Region Baden-Mitte (BW01) zuhause und diese ist Teil des Distrikts Baden-Württemberg mit Distriktleiter und Distriktwart.
Fünf Distrikte ergeben zusammen RR Deutschland, welches vom Bundesleiter und vom Bundeswart sowei weiteren Leitungsmitgliedern geleitet wird. Die RR-Zentrale sitzt in Winterbach. Näheres siehe den Link zur Bundesseite der RR.
Was sind Eure Pfadfinderregeln?
Unser Royal Rangers Versprechen lautet:
„Mit Gottes Hilfe will ich mein Bestes tun, um Gott, meiner Gemeinde und meinen Mitmenschen zu dienen, die Royal Rangers Regeln zu halten und die Goldene Regel zu meinem täglichen Leitspruch zu machen.“
Die acht Royal Rangers Regeln lauten:
„Ein Royal Ranger ist wachsam, rein, ehrlich, tapfer, treu, höflich, gehorsam, geistlich.“
Unsere Goldene Regel steht im Matthäus-Evangelium, Kapitel 7, Vers 12:
„Alles, was ihr für euch von den Menschen erwartet, das tut ihnen auch.“
Noch mehr über die Inhalte der Royal Rangers gibt es auf der Bundesseite der Royal Rangers.
Wir erklären an anderer Stelle ausführlicher darüber.
Was bedeutet es Royal Ranger zu sein ?
Royal Rangers sind christliche Pfadfinder. Darum haben wir die besten Voraussetzungen für ein ereignisreiches, gesundes und spannendes Pfadfinderleben. Aktive Ranger zieht es hinaus in die frische Luft, selbst Regen kann uns nicht davon abhalten. Wir lieben es mit unseren Teams loszuziehen und Neues zu entdecken.
Unser Versprechen fordert uns dazu heraus, Gott, unserer Gemeinde, unseren Mitmenschen und unserer Familie zu dienen. Darum gilt es natürlich auch zu Hause und im Alltag, das bei den Royal Rangers Gelernte anzuwenden.
Das kann in Form von kleinen Diensten geschehen, im Team, beim Singen im Krankenhaus, beim Sammeln für ein Waisenkind oder im Stamm bei einem Müllsammel-Einsatz zur Freude der anderen Mitmenschen.
Können nur die jeweiligen Gemeindemitglieder zu den Rangers?
Nein. Royal Ranger sind überkonfessionell und öffentlich.
Wir sind staatlich anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.
Wir sind sind offen gegenüber Jedermann. (also für Männer,Frauen, Jungs und Mädels).
Wir beginnen in aller Regel im Forscheralter (Grundschulalter) mit Angeboten. Genaues siehe unter Stufenpfad.
Wo gibt es überall Royal Rangers?
Deutschlandweit in Deutschland. RR ist international und in vielen Ländern schon zuhause. Wenn man in Deutschland das genau wissen will, kann man auf der Seite der RR Deutschland unter Stammposten nachsehen. Aktuell sind wohl über ca. 450 Stammposten in Deutschland aktiv. Link: Bundesseite RR – Stammpostensuche
In unserer Nähe wären das RR555 Offenburg, RR570 Appenweiher, RR65 Kehl.
Was genau macht man denn bei den Pfadfindern so ?
Jedes Kind ab sieben Jahren ist eingeladen, einfach mal so bei uns reinzuschnuppern und sich die Sache anzuschauen. Pfadfinder zu sein bedeutet, die freie Natur auf eine ganz neue und spannende Weise zu entdecken. Unsere Philosophie heißt „Einfach, aber nicht primitiv“. Wichtig ist uns, dass die Kinder und Jugendlichen genau das erfahren und erleben, was ihrem Alter entspricht und sie in den 4 Wachstumsbereichen geistig, körperlich, geistlich und gesellschaftlich unterstützt.
Wir können hier nicht alles aufzählen, aber für ein paar Beispiele reicht es:
Stammtreffs: Als Royal Rangers sitzen wir ums Lagerfeuer und backen Stockbrot, lernen Knoten und Bünde und bauen damit Holztürme, Holzbrücken und vieles mehr. Wir machen Spiele und hören spannende Geschichten. Mal treffen uns wir auf unserem Stammplatz und mal verabreden wir uns für ein Geländespiel oder eine Wanderung im Wald. Beim Geländespiel zum Beispiel versuchen wir unsere Fähigkeiten und Kenntnisse (zum Beispiel Tierspuren lesen, Orientierung mit Karte und Kompass, usw.) anzuwenden und zu verbessern. Es gibt auch Zeit für die Proben im Stufenpfad.
Während eines unserer „normalen“ Teamtreffs haben wir beim Singen, Spielen und Entdecken mächtig viel Spaß.
Camps: Wir kochen auf unseren Zeltlagern auf offenem Feuer und bauen uns unsere Esstische aus Holz und Naturfaserseil selbst. Klar müsst ihr auch selber abspülen :-).
Haiks: Wir wandern mit Rucksack, Schlafsack und Isomatte tagelang durch die Natur und übernachten in Biwaks.
Was ist so ein Leitweg im Pfadfinder Leben?
Wir haben ein Logbuch. Eine Art kleines Buch das jeder Pfadfinder hat, wo für alle gleich die Aufgaben hinterlegt sind, die in der jeweiligen Stufe dran sind. Die Aufgaben sind natürlich altersgemäß angepasst, und sollen helfen, sich einem Ziel zu widmen, sich herausforden zu lassen und schliesslich auch die Stufe zu erreichen. So kann man die eigenen Fähigkeiten zu verbessern.
Für jeden größeren Abschnitt gibt es als sichtbares Zeichen dann einen Aufnäher, der auf die Pfadfinder-Kluft genäht wird.
Und warum christliche Pfadfinder?
Schon der Gründer der Pfadfinderbewegung, Sir Robert Stephenson Baden-Powell Lord of Gilwell, betonte, wie wichtig es ist, als Pfadfinder nicht nur sich sondern auch die Welt und eine Glauben zu sehen. haben. Darum ist in jedem Pfadfinderversprechen – auch in unserem – die Verbindung zu Gott enthalten. Die Bibel spricht von einem Gott, der diese Welt als Schöpfer geschaffen hat. Als Pfadfinder halten wir uns sehr oft in dieser Natur auf und wollen sie pflegen und bewahren. Gottes Sohn, Jesus Christus, gibt in der Bibel auch viele praktische Tipps, wie wir unser Leben gestalten sollen. So steht beispielsweise im Matthäus-Evangelium, Kapitel 7, Vers 12: „So wie ihr von anderen Menschen behandelt werden wollt, so sollt ihr auch die anderen Menschen behandeln.“ Als Royal Rangers stehen wir zu den Aussagen der Bibel und wollen den Kindern und Jugendlichen diese Werte vermitteln und sie zu einem Leben in persönlicher Beziehung zu Jesus Christus motivieren. Deshalb sind wir „christliche Pfadfinder“.
Auch die blauen Zacken stellt eigentlich nichts anders da als die in der Bibel genannten Wesenszüge und Tugenden. Sie sind bei uns Grundlage und zugleich Ziel unserer Entwicklung.
Ihr seid bei der Gemeide Gottes in Lahr ? Was ist das?
Die Gemeinde Gottes ist eine historisch entstandene Freikirche die in ganz Deutschland Ortsgemeinden hat. Die meisten RR Stämme sind jeweils einer Kirchengemeinde zugeordnet und bilden dort einen Arbeitszweig innerhalb der Gemeinde. Die RR sind bei ganz verschiedenen Kirchen und kirchlichen Einrichtungen angesiedelt. Meist sind es Freikirchen, da die beiden großen Kirchen eigene Padfinderverbände wie den VCP (Verband christlicher Pfadfinder) evangelisch und die Sankt-Georgs-Pfadfinder (DPSG) auf katholischer Seite unterhalten. Eine Abspaltung vom VCP sind die CP Christlichen Pfadfinder, die das C im Namen mehr betonen wollen.
Die Grundsätze und die goldene Regel sind bei VCP und DPSG ebenso vorhanden und werden auch dort verwirklicht. Das Spektrum ist dabei recht breit und eben auch sehr von der jeweiligen örtlichen Gemeide abhängig.
Uns eint aber der Glauben an den Herrn Jesus Christus, die Bibel als inspiriertes Wort Gottes und den Hl. Geist.
Wer mehr von der Gemeinde Gottes wissen mag, darf gerne vorbeikommen. Wir haben Gottesdienste und auch Zeit zu einem Kaffee (oder was auch immer) und einem guten menschlichen Gespräch.
Macht Ihr das einfach so oder gibt es da Ausbildung etc?
Auf die Ausbildung aller ihrer Mitarbeiter legen die Royal Rangers sehr viel Wert. Darum haben die Royal Rangers auch einen vollzeitlich angestellten Mitarbeiter, den Nationalen Trainingskoordiniator, dessen Aufgabe es ist, Schulungen und Lehrgänge für Royal Rangers Mitarbeiter zu organisieren und zu koordinieren.
- für Jungleiter das JLTC/JLTT (Junior Leiter Trainings Camp) /Trainings Trail
- für Leiter ü18 : das NTC (Nationale Trainings Camp) / NTT (Nationale Trainings Trail) und weitere Spezialkurse
- weiterführend NTS und SLS (Stammleiterseminar)
- JULEICA – Jugendleitercard mit allgemeinen Trainingseinheiten wie Aufsichtspflicht, Gruppenpädagogik etc.
- Spartenausbildung: z.B Extra Seminar für Forscherleiter / Pfadfinderleiter etc.
- Gewerkspezifische Ausbildung wie Kanuleiterkur , Kletterkurs, Erste Hilfe Seminare etc.
Man kann auch als „ungelernter Helfer“ dazukommen. Dann ist man allerding eben Helfer oder man über spezielle Funktionen aus wie z.B. Hygienebeaftragter auf Camp oder Lagerküche , Lagerlogistikhelfer etc.
Als Teamleiter ist man Teil eines Teams und eben auch Teil eines Leitungsteams und hat eine Ausbildung durchlaufen.
Was ist so Euer Erziehungs- und Umgangsstil? Der Teamleiter hat drei Streifen – ist das militärisch?
Also vorweg… wer bei uns mit Tarnanzug und Military Zeugs kommt, geht nach Hause zum Umziehen. Die Kleidung ist zweckmäßig, passt aber nicht zu uns und wollen wir nicht.
Ja, wir legen Wert auf Autoritäten und Orientierung, sehen aber darin auch eine Verpflichtung des Leiters. Ohne Ordung geht es nun mal nicht. Aber dies geschieht immer in Achtung und Liebe im Miteinander. Ohne Beziehung keine Erziehung. In der Bibel steht, dass wer der „erste Jünger“ sein will zuglich auch der „erste Diener“ sein soll.
Der Gründer der Pfadfinderbewegung, Sir Robert Stephenson Baden-Powell Lord of Gilwell, pflegte den Satz:
„Ich erlaube ihnen [den Pfadfindern] ausdrücklich, Fehler zu machen.“
Die Kinder und Jugendlichen entwickeln sich am Besten und lernen am Meisten, wenn man ihnen Verantwortung überträgt und sie selbst ihre Erfahrungen machen können. Auch bei den Royal Rangers gilt „learning by doing“ – Lernen durch Tun. Im Prinzip sind es die folgenden vier Schritte:
- Ich mache, Du schaust zu. (Beobachterstufe)
- Ich mache, Du hilfst mit. (Spurenleser)
- Du machst, ich helfe mit. (Waldläuferstufe)
- Du machst, ich schaue zu. (Meisterstufe)
Dadurch, dass die Kinder und Jugendlichen bei den Royal Rangers in kleinen Pfadfinderteams zusammengefasst sind und alle Aktivitäten in dieser Kleingruppe durchführen, lernen sie, gegenseitige Rücksicht zu nehmen, Verantwortung füreinander zu übernehmen und Konflikte friedlich zu lösen. Abenteuer schweißt zusammen. Es ist etwas völlig anderes, zusammen ins Kino zu gehen oder zusammen ein Feuer zu machen um darauf für alle eine Mahlzeit zu kochen. Hier hat jeder Verantwortung und man „spürt“ dann dann eben auch, wenn man diese Verantwortung vernachlässsigt hat – man muss bei anderen Teams dann Essen erbitten. (Keine Sorge es ist noch kein Kind unterernährt zurückgekommen).
Das gegenwärtige zentrale Wort heißt „Erlebnispädagogik“. Dennoch haben wir unsere Royal Rangers Regeln. Alle Mitarbeiter bestehen ernsthaft darauf, dass jeder diese Regeln einhält und greifen notfalls mit Freundlichkeit und Einfühlung für die Situation korrigierend ein. Unsere Erfahrung zeigt, dass Kinder und Jugendliche Grenzen brauchen, die sie natürlich austesten und probieren, wie weit sie gehen können, ohne dass die Leiter eingreifen. Allerdings geben diese Grenzen den Kindern auch Geborgenheit und Sicherheit, weil sie genau wissen, woran sie sind. RR soll helfen, Sicherheit zu gewinnen und die persönlichen Grenzen, wo man sich sicher fühlt, zu erweitern.
Wir wollen Gemeinschaft fördern. Deis geht nur durch Beziehung und Vorbild – nicht durch Befehlen.
Ist Pfadfinder nicht gefährlich?
Also, schwer zu sagen. Wenn man nur zu Hause sitzt und Telespiele macht, kann der Schlaganfall wegen Bewegungsmangel schneller kommen wie man denkt. Man kann sich zu Hause schneiden, im WC vom Sitz fallen und beim Hereintragen der Sprudelkisten sich den Daumen quetschen. Einfach nur zur Verdeutlichung – gefährlich ist fast Alles. Klar – wir wünschen bestimmt niemandem, dass er sich etwas verletzt.
Auch wenn man später erwerbstätig ist, sind mit der Arbeit und mit dem Leben allgemein Gefahren verbunden. Die Gefahren sind latent vorhanden. Man wird sie auch mit den besten Vorsichtsmaßnahmen nie auf Null bekommen. Man kann aber ein Gefahrenbewusstsein und eine Art Gefahrenresistenz trainieren.
Dies gilt für den Alltag. Wer immer nur Angst hat beispielsweise eine Autobahn zu befahren, ist oft verkrampft und neigt bei Problemsituationen schneller zu Fehlern. Der Geübte erkennt die Lage,und fährt gelassener oder hält in der einen oder anderen Sitaution mal vorsichtshalber mehr Abstand.
Bei Pfadfindern ist es ähnlich. Wir erklären Gefahren und trainieren ein gutes und sicheres Verhalten (Messerprüfung). Wichtig ist auch hier wie im Alltag, eben auf Sicherheit zu achten und Unglückssituationen nicht herzufordern. Beispiel: Im Zeltlager gibt es Heringe und Abspannschnüre. Dort ist Kraft Lagerordnung das Herumrennen verboten. Wir befördern kein Draufgängertum. Bei Feuer zeigen wir auch auf, dass bevor ans Feuer machen gedacht wird, ans Löschen gedacht werden muss.
Sicherheit und Verantwortung im Sinne einer Unfallverhütung wird bereits bei Mose beschrieben: „wer das Geländer auf dem Dach seines Hauses nicht in Ordung hält und jemand fällt hinunter, so wird der Hausbesitzer schuldig und zur Rechenschaft gezogen.“
Wir erklären Werkzeuge und auch die Risiken beim Gebrauch, zeigen auch wie man es richtig macht.
Ja, eine Restgefahr besteht. Totale Sicherheit gibt es nicht- gibt es nirgendwo.
Versicherungschutz ? Habt Ihr sowas ?
Jeder Stammposten hat einen Versicherungsschutz nachzuweisen. Wir sind bei der Ecclesia Versicherung über einen Gruppenrahmenvertrag versichert. Eins muss klar sein. Eine Versicherung gegen alles gibt es bei Ihnen im Privatleben nicht und auch eben nicht bei den Rangern. Es wäre nicht leistbar.
Am Besten ist es, wenn Sie bezw Ihr Kind selbst eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben (Familienversicherung für unter 100 EUR im Jahr zu haben – nicht nur für RR Teilnahme).
Es gibt eine Unfallversicherung für Invalidität und Tod. Aber die Leistungen sind begrenzt.
Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden gegenüber ecternen Dritten ab. Beispiel: Auf dem Zeltlager beschädigt ein Kind die Viehtränke beim Bauern etc…
Die genauen Versicherungbedingungen haben wir auf einem Merkblatt zusammengestellt.
Ich will mir alles mal ansehen – geht das?
ja sicher. Du kannst einfach unverbindlich vorbeikommen. Vielleicht rufst du vorher an, dann wissen wir als Stammleitung Bescheid und können Dir geeignte Termine nennen.
In der Regel kannst Du so 3-5 Mal vorbeikommen. Im Einzelfall kann man immer miteinander reden.
Dann hätten wir schon gerne, das Du Mitglied wirst und so auch zeigst dass Du dazugehören willst und auch Dich an den Pflichten beteiligst, die wir für den Stamm brauchen.
Ich will Mitglied im RR-Stamm RR367 Lahr 2 werden – was muss ich tun?
Du musst eine furchtbar schwere Aufnahmeprüfung und tagelange Exercitien machen.- Nein, Quatsch…
Also Ab 7 Jahren kannst du bei uns als RR-Stamm-Mitglied dabei sein, wenn
- du dreimal am Stammtreff dabeiwarst
- Du uns dann ein vollständig ausgefülltes und von den Erziehungsberechtigten unterschriebenes Aufnahmeformular abgibst. Das Formular bekommst du dann von deinem Teamleiter oder Stammleiter. Da steht alles nochmals ausführlich drauf.
Ab 9 Jahren gehörst du dann zur Altersstufe der Kundschafter und bist als junger Pfadfinder auch auf den Camps dabei. Wenn Du mit 9 Jahren die Kundschafterstufe erreichst, kannst du die RR Aufnahmeprüfung machen und bekommst dann den RR Stern für Deine Kluft. Heisst zwar Aufnaheprüfung. irgendwie hat sich der Begriff festgesetzt, aber klar – wenn du zu Stamm kommst hast du erst mal keinen Rangerstern und gehört dennch sicher zum Stamm dazu. Alles weitere dazu findest du auch hier.
Was kostet Ranger?
Mit den Beitragsgeldern finanzieren wir zum einen den allgemeinen Stammesbetrieb und tätigen Anschaffungen für den Stamm. Da wir auch Teil eines Ganzen sind geben wir je Ranger auch einen Teil des Beitrags an unsere Dachorganistaion ab. Unsere Mitarbeiter als auch Stammleiter Regionalleiter etc arbeiten ehrenamtlich. Da die Mitarbeiter einen erhelblichen Teil Zeit und Geld einbringen , ist der Leiterbeitrag ermäßigt. Die Genauen Zahlen sind in der Beitragsordung ersichtlich. :
Macht Ihr was von Wegen Sicherheit und Kindeswohl?
Ja. Klar. Kann man sowohl bei den RR nachlesen als auch auf der Bundesseite der Gemeinde Gottes Deutschland K.d.ö.R.
(Körperschaft des öffentlichen Rechts – wir sind extra besonders der Gesetzestreue verpflichtet)
Wir schulen unsere Mitarbeiter und führen intensive Gespräche und ziehen auch Erkundigungen über potentielle Mitarbeiter ein. Darüber hinaus gibt es Probezeit und die Verpflichtung zur Unterzeichnung des RR Verhaltenscodexes und eben auch der Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Wir sind auch in die Gemeinde integriert und auch so im sozialen Miteinander verbunden. Dies schafft zusätzlich Sicherheit.
Darüber hinaus ist bei unserer Dachorganisation eine extra Hotline Bei Bedarf erreichbar.
Was wir jedoch nicht hoffen und nicht brauchen wollen. Wir wollen Rangerarbeit machen und sind wachsam.
Wenn Du / Sie noch eine Fragen haben, die hier auftauchen und beantwortet werden sollte, dann schreibt uns per mail
oder Ihr verwendet das Kontaktformular.